Die deutsche Mobiltelefon/Handy-Geschichte

1952: Die deutsche Bundespost schaltet da A-Netz frei.

Einer der ersten Prominenten Benutzer war der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer. Sein "mobiles Telefon" wurde mit Röhren verstärkt, brachte stolze 16 Kg auf die Waage und war mit rund 15000 DM fast so teuer wie 3 WV Käfer. Man mußte zudem wissen, wo sich der Gesprächspartner aufhielt, denn die Verbindung wurde per Hand Vermittelt. Bis 1977 gab es rund 10.000 Nutzer.

1972: Das B-Netzt erblickt das Licht der Welt  Bis 1978 sind auf dem Gebiet der damaligen BRD 150 Sendestationen in Betrieb. Die Bundes-Post  gibt den "Selbstwählbetrieb" bekannt, womit das "Fräulein vom Amt" ausgedient hat. Das "Hand Over" (wechseln der Funkzelle) ohne Neuwahl war noch nicht möglich. 1994 wird das B-Netz eingestellt. Es hatte max. 27.000 Nutzer

1986: Das C-Netz geht in Betrieb. Zwei revolutionäre Neuerungen stehen an. 1. "Roaming", mit dem jeder Teilnehmer überall erreichbar ist.  2.das  "Hand Over" mit dem der wechsel der "Funkzelle" ohne Gesprächunterbrechung möglich ist. Die Kosten sind mit 5000 bis 8000 DM immer noch erheblich. Ebenso das Gewicht der Mobiltelefone. So wog das Siemens C2 von 1987 gut 7 Kg.

Das weltweit erste tragbare Mobiltelefon war das Motorola DynaTAC 8000x . Es wog knapp 8 Kg hatte eine Standby-Zeit  von acht Stunden und kostete gute 4000 US-Dollar! Bis 1992 wurden die Geräte schon erheblich kleiner und verdienten den Begriff "Handy". So wog das "Siemens C4 compact" nur noch 630 Gramm bei HxBxT 198/351, 66, 49(mit Antenne). Im Jahr 2000 wird auch dieses Netz abgeschaltet. Es hatte max. 800.000 Teilnehmer.

1992: Das D-Netz wird offiziell  freigegeben, nachdem der Probelauf mehr als zufriedenstellend war. Zwei Anbieter, die sich das 900Mhz-Band teilten. D1(DeTe Mobil) und D2 (Privat, Mannesmann). Mobiltelefone,sogenante Portys" waren über 2 Kg schwer und waren transportable Autotelefone. Zu ihnen gehörte das Motorola International 1000 (1991/92) , Siemens P1 (1992), Panasonic  EB2803 (1993).    Die Zeit der Porties  ging  mit dem als "Knochen"  bekannt  gewordenen Motorola  International 3200  1992 zu  ende. Das Gerät hatte die Abmessungen HxBxT 334X43x67 , wog 500 Gramm und prägte den Namen:"Telefonzelle" für die erste Generation der D-Netz Geräte. Kleiner waren da schon die Handys von Nokia oder Ericsson. Das Nokia1011: 195x60x45 bei 470g, das GH 172 von 1992: 178/286x65x34. oder das GF198 von 1993: 148/263x65x31/340g.
1993 schickte Alcatel einen "Zwerg" ins Rennen. Das 9109HA hatte die Maße 151x68x40 und wog nur noch 415 Gramm. 1993 übersteigt die Nutzerzahl die 1.Million.

1994: Das E-Netz geht an den Start. Es sendet mit 1800Mhz und beginnt mit rund 5000 Teilnehmern. Nokia baut zu diesem Zweck das 2140 PT11(173x56x23,240g). Siemens beginnt seine S.Serie mit dem S1(191x57x33,390g). Ein wahres Meisterstück in punkto Größe gelingt Ericsson mit demGH337(167x48x36,200g).

1995: DasS3comvon Siemens(190x57x27,250g), ist das erste Handy, das Kurznachrichten(SMS) nicht nur empfangen, sondern auch senden kann! Bosch schafft es mit dem M-com 714 (156x57x27,156/182g)je nach Akku die 200g. Schallmauer zu durchbrechen.
 

1997: Das Angebot an Handys nimmt sehr stark zu. Alcatel startet seine "One Touch"-Serie mit dem OT-Easy(150x57x37,200g). Mit dem StarTac 85(86x59x33,108g) sorgt Motorola für die Sensation schlechthin. Siemens bringt dasS10(147x45x25,185g) mit dem ersten Farbdisplay. Vier Farben(R,Gr,Gelb und Sw) sind erkennbar. Für das E-Netzt kommt das S11(baugleich S10).Nokia bringt das erste "Smartphone". Das Nokia 9000(141x48x25,150g) ist die Vereinigung von Handy und Organizer. Ein weiterer Meilenstein ist die Einführung der Prepaid-Tarife, mit dem der Kampf um den Markt zunimmt. 

1998:Es gibt mehr als 10 Millionen Nutzer im D-Netz Viag Intercom(O2) startet als zweiter Betreiber im E-Netz. Siemens bringt mit dem S15E(167x52x24,195g) das erste Dual-Band Handy, das in beiden Netzen arbeitet (Je nach Sim-Karte). Zudem kommt das erste Slider-Handy auf den Markt. Das Siemens SL10D(130/175x50x25,140g).

1999: Nokia stattet das 7110(146x62x25,140g), mit einem "Wap.Browser" aus. Damit gehen die Handys ohne zusätzlichem Modem ins "Net". Das  S25(116x45x28,125g), hat als erstes Handy ein grafisches Display und ein Soft-Modem mit dem es ohne Zusatzgeräte per Laptop Daten und Faxe übertragen kann.

2000: "D2 Mannesmann" wird "Vodafone D2" (ab 01.01.2001)  Die Mini-Handys Kommen. Das Nokia 8219(102x44x18,79g), das Motorola V50(82x40x26,88g). Samsung stellt der staunenden Welt mit dem SGH-M100 ein Handy mit MP3-Player und einem 32MB Speicher. Siemens legt noch einen drauf. Das SL45(105x44x17,88g) hat ebenfalls MP3 an Bord aber es hat als erstes Handy eine austauschbare Speicherkarte.

2001: 50 Millionen Teilnehmer sind erreicht. Ericsson stellt mit dem T39m(96x50x18,86g) eine Neuheit vor. Das "Bluetooth" ist neben dem bestehenden Infarot eine neue Übertragungsart, die auf Funk basiert. Nokia stattet sein 8310(97x43x17,84g) mit einem vollwertigen Radio aus, das 20 Stationen Speichern und frei benennen kann. Ericsson bringt mit dem T68(100x48x20,84g) das erste echte Farbdisplay(256 Farben) in die Läden.

2002: E-Plus startet "i-mode" mit dem NEC N21i(103x52x25,120g). Nokia´s 7650(114x56x26,154g) hat eine eingebaute Digitalkamera.(640x480pix). Sharp bringt mit dem GX10(95x49x27,110g) ein Display mit 65000 Farben.

2003: 60 Millionen Teilnehmer zählt das D-Netz. Nokia´s 3650(130x57x26,130g) kann Videos aufzeichnen und wiedergeben. Siemens bringt die Xelebri Serie, mit der das Handy als Mode-Accessoire dienen soll. Es wird sich als Floop herausstellen, denn die Serie wird 2004 wieder eingestellt. Nokia geht neue Wege mit dem N-Gage(134x70x20,137g). Es ist ein Kombi zwischen Handy und Spielekonsole auf der via Bluetooth mehrere Spieler gegeneinander spielen können.

2004: "UMTS" (Universal Mobile Telecommunications System) der Mobilfunkstandart der dritten Generation(3G) hält mit dem Nokia 7600(78x87x18,79g) einzug. Das Sharp GX 30(95x49x26,110g) besitzt die erste 1Mpix Kamera. Panasonic bringt das G70(88x60x27,85g) auch Puderdose genannt in die Läden. Das Samsung SGH-Z105(95x50x26,132g) ist das erste vollwertige UMTS Handy, da es auch Video-Telefonie unterstütz.

2005: Das MDAIII von T-Mobile ist ein Smartfone, das W-Lan an Bord hat. Samsung erhöht die Pixel bei der SGH-D500(94x46x24,99g) auf 1,3 Mpix und verpasst dem Slieder ein Display mit 262144 Farben.

2006: SonyEricsson sprengt mit dem K800i(105x47x22,115g) alle Rekorde. Es hat als UMTS Handy alle Funktionen an Bord. Neben einer DigiKam mit 3,2Mpix, Bildstabilisator, Autofocus  einen echten Xenon-Blitz, ist noch eine VGA Kamera für Videotelefonie eingebaut.

2007: UMTS kommt nicht so richtig in Fahrt.
Statt dessen hält das HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) Einzug. Samsung SGH-Z630 hat als erstes diese Datenleitung, die DSL Geschwindigkeit erreicht. SonyEricsson zieht mit dem Z750 nach.

2008: Die Handys bekommen immer mehr Funktionen.Das Nokia N95 erweist sich als "EierlegendeWollmilchsau" Quadband, Wlan, EDGE, HSDPA, GPS mit Kartenmaterial, 5 Mpix Cam, Player... Apple iPhone kommt mit 3,5" Widescreen mit Multi-Touch Display,

2009: Immer mehr Smartphone stürmen den Markt. Diese sind in Konstruktion und Bedienung nicht für das Telefonieren optimiert, sondern sollen die komfortable Bedienung einer breiteren Palette von Anwendungen ermöglichen. Dazu verfügen sie über ein Betriebssystem das es ermöglicht Programme zu installieren. (Apps)

2011: Es gibt fast nichts mehr, was ein Smartphone nicht kann. Die Ausstattung  umfast alle Funktionen eines Handys und PDAs. Darüber hinaus Bewegungs-, Lage-, Magnetfeld-, Licht- und Näherungssensoren.